ADHS im Erwachsenenalter verstehen.


Mehr als Konzentrationsprobleme.

Viele Menschen verbinden ADHS mit unruhigen Kindern.

Dabei bleibt ADHS bei vielen Betroffenen bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Oft wird die Diagnose sogar erst viele Jahre später gestellt.

Für viele ist dies zunächst eine Erleichterung.

Plötzlich werden Erfahrungen verständlicher, die sie über lange Zeit begleitet haben.

Das Gefühl, anders zu sein.

Sich ständig mehr anstrengen zu müssen als andere.

Immer wieder Dinge zu vergessen.

Schwierigkeiten, Prioritäten zu setzen.

Projekte begeistert zu beginnen und nur schwer abzuschließen.

Oder das Gefühl, trotz großer Anstrengung nie ganz den eigenen Ansprüchen zu genügen.

ADHS betrifft weit mehr als Aufmerksamkeit.

Es beeinflusst häufig das gesamte Erleben eines Menschen.




ADHS zeigt viele Gesichter.

Nicht jeder Mensch erlebt ADHS gleich.

Manche Menschen stehen unter ständiger innerer Spannung.

Andere verlieren sich in Gedanken.

Manche handeln impulsiv.

Andere ziehen sich zurück.

Häufig zeigen sich unter anderem:

  • Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit länger aufrechtzuerhalten.
  • schnelles Abschweifen der Gedanken.
  • Vergesslichkeit.
  • Aufschieben wichtiger Aufgaben.
  • innere Unruhe.
  • emotionale Impulsivität.
  • Schwierigkeiten, Gefühle zu regulieren.
  • hohe Selbstansprüche.
  • Überforderung im Alltag.
  • Probleme, Prioritäten zu setzen.
  • wiederkehrende Konflikte in Beziehungen.
  • Erschöpfung durch dauerhaftes Kompensieren.

Nicht alle dieser Merkmale müssen vorhanden sein.

Und nicht jedes dieser Merkmale bedeutet automatisch ADHS.




Mehr als eine Diagnose.

Eine Diagnose kann Orientierung geben.

Sie erklärt jedoch nicht den ganzen Menschen.

Mich interessiert deshalb nicht nur,

ob eine ADHS vorliegt.

Mich interessiert,

wie Sie Ihr Leben mit ADHS erlebt haben.

Welche Erfahrungen Sie gemacht haben.

Welche Rückmeldungen Sie erhalten haben.

Wie sich dies auf Ihren Selbstwert ausgewirkt hat.

Und welche Strategien Sie entwickelt haben,

um den Alltag zu bewältigen.

Viele Erwachsene mit ADHS haben über Jahre gelernt,

ihre Schwierigkeiten zu verbergen.

Sie funktionieren.

Sie leisten.

Sie gleichen aus.

Oft um den Preis großer Erschöpfung.




Wenn Selbstzweifel entstehen.

Viele Erwachsene mit ADHS berichten,

dass sie sich über viele Jahre als unorganisiert,

zu empfindlich,

faul,

chaotisch

oder nicht belastbar erlebt haben.

Nicht selten wurden diese Zuschreibungen auch von anderen vermittelt.

Mit der Zeit entsteht daraus häufig ein sehr kritischer Blick auf sich selbst.

Die eigentliche Belastung liegt dann oft nicht nur in der ADHS,

sondern in den Erfahrungen,

die über viele Jahre damit verbunden waren.

Psychotherapie bietet Raum,

auch diese Erfahrungen zu verstehen.




ADHS aus psychodynamischer Sicht.

Eine ADHS-Diagnose erklärt vieles.

Sie erklärt jedoch nicht alles.

Jeder Mensch entwickelt seinen eigenen Umgang mit den Herausforderungen, die ADHS mit sich bringen kann.

Frühe Beziehungserfahrungen.

Schule.

Familie.

Beruf.

Erfolg.

Misserfolg.

All dies prägt den Blick auf sich selbst.

Deshalb interessiert mich,

wie Ihre persönliche Geschichte verlaufen ist.

Nicht, um Vergangenes festzuhalten.

Sondern um heutige Zusammenhänge besser zu verstehen.




Körper und innere Unruhe.

Viele Menschen mit ADHS erleben ihren Körper als ständig angespannt.

Es fällt schwer, zur Ruhe zu kommen.

Gedanken laufen weiter.

Der Körper bleibt in Bewegung.

Oder er wirkt nach außen ruhig,

während innerlich große Unruhe besteht.

Das bewusste Wahrnehmen des Körpererlebens kann helfen,

früher zu bemerken,

wann Anspannung entsteht.

Welche Situationen Stress auslösen.

Und welche Möglichkeiten es gibt,

mit dieser Spannung anders umzugehen.

Deshalb gehört auch bei ADHS das Körpererleben selbstverständlich zur Psychotherapie.




Psychotherapie bei ADHS.

Psychotherapie ersetzt keine medizinische oder psychiatrische Diagnostik.

Sie kann jedoch dabei unterstützen,

die persönlichen Auswirkungen einer ADHS besser zu verstehen.

Gemeinsam betrachten wir nicht nur die Diagnose,

sondern den Menschen,

der mit dieser Diagnose lebt.

Welche Stärken haben sich entwickelt?

Welche Belastungen bestehen heute?

Welche alten Erfahrungen wirken bis heute nach?

Und welche neuen Möglichkeiten können entstehen?




Vielleicht erkennen Sie sich wieder.

Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn Sie ...

  • sich dauerhaft innerlich unruhig fühlen.
  • Schwierigkeiten haben, Prioritäten zu setzen.
  • vieles beginnen, aber nur schwer abschließen.
  • unter starker Selbstkritik leiden.
  • sich ständig überfordern.
  • immer wieder in dieselben Konflikte geraten.
  • das Gefühl haben, nie wirklich zur Ruhe zu kommen.
  • Ihre ADHS besser verstehen und einen neuen Umgang damit entwickeln möchten.



Sich selbst neu begegnen.

Viele Erwachsene erleben nach einer ADHS-Diagnose zunächst Erleichterung.

Manches ergibt plötzlich Sinn.

Gleichzeitig beginnt häufig ein neuer Prozess.

Nicht nur die Diagnose besser zu verstehen.

Sondern auch sich selbst.

Psychotherapie kann diesen Weg begleiten.

Mit Interesse.

Mit Verständnis.

Und mit der Überzeugung,

dass Entwicklung möglich bleibt.


Termin für ein Erstgespräch vereinbaren
Mehr über meine therapeutische Haltung



 
E-Mail
Anruf
Instagram