Wenn Funktionieren nicht mehr gelingt.


Erschöpfung entsteht selten von heute auf morgen.

Viele Menschen erleben Phasen,

in denen sie das Gefühl haben,

nur noch zu funktionieren.

Sie erledigen ihre Aufgaben.

Sie kümmern sich um Familie.

Beruf.

Verpflichtungen.

Nach außen scheint vieles zu gelingen.

Innerlich jedoch wächst die Erschöpfung.

Die Freude geht verloren.

Der Schlaf wird unruhiger.

Konzentration fällt schwer.

Die Geduld nimmt ab.

Und selbst kleine Anforderungen kosten plötzlich große Kraft.

Burnout oder anhaltende Erschöpfung entstehen meist nicht über Nacht.

Sie entwickeln sich häufig über viele Monate oder Jahre.




Mehr als zu viel Arbeit.

Beruflicher Stress spielt häufig eine wichtige Rolle.

Er erklärt jedoch nicht alles.

Viele Menschen,

die erschöpft sind,

tragen seit langer Zeit sehr viel Verantwortung.

Nicht nur im Beruf.

Auch in der Familie.

In Beziehungen.

Oder für andere Menschen.

Sie stellen eigene Bedürfnisse zurück.

Sagen selten Nein.

Übernehmen Verantwortung,

lange bevor sie merken,

dass ihre eigenen Kräfte nachlassen.

Nicht selten wird Erschöpfung dadurch zu einem stillen Begleiter,

der lange kaum wahrgenommen wird.




Warum fällt es so schwer, auf sich selbst zu achten?

Diese Frage beschäftigt mich häufig mehr als die Frage,

wie sich Erschöpfung möglichst schnell beseitigen lässt.

Warum werden eigene Grenzen übergangen?

Warum fällt es schwer,

Hilfe anzunehmen?

Warum entsteht das Gefühl,

immer weiter funktionieren zu müssen?

Aus psychodynamischer Sicht entwickeln sich solche Muster nicht zufällig.

Sie entstehen im Laufe unseres Lebens.

Manchmal aus dem Wunsch,

Anerkennung zu erhalten.

Manchmal,

weil Verantwortung schon früh selbstverständlich war.

Manchmal,

weil das Kümmern um andere wichtiger wurde,

als auf sich selbst zu achten.

Diese Zusammenhänge zu verstehen,

ist häufig ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus der Erschöpfung.




Der Körper meldet sich.

Der Körper ist häufig der Erste,

der zeigt,

dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Schlafstörungen.

Anhaltende Müdigkeit.

Konzentrationsprobleme.

Innere Unruhe.

Verspannungen.

Kopfschmerzen.

Das Gefühl,

nicht mehr richtig abschalten zu können.

Viele Menschen versuchen zunächst,

diese Signale zu ignorieren.

Oder sie mit noch mehr Anstrengung zu überwinden.

Doch der Körper möchte uns nicht im Weg stehen.

Er macht auf etwas aufmerksam.

Deshalb gehört das Körpererleben selbstverständlich zu meiner psychotherapeutischen Arbeit.

Nicht,

um Symptome zu bekämpfen.

Sondern um ihre Botschaft besser zu verstehen.




Wieder Zugang zu den eigenen Bedürfnissen finden.

Viele Menschen,

die erschöpft sind,

wissen sehr genau,

was andere brauchen.

Was sie selbst brauchen,

ist oft viel schwerer zu beantworten.

Psychotherapie bietet Raum,

diesen Kontakt langsam wiederzufinden.

Nicht durch einfache Ratschläge.

Sondern durch gemeinsames Wahrnehmen.

Erkennen.

Und Verstehen.

So kann Schritt für Schritt wieder ein Gefühl dafür entstehen,

was Kraft gibt.

Wo Grenzen notwendig sind.

Und wie ein Alltag aussehen kann,

der langfristig tragfähig bleibt.




Psychotherapie bei Erschöpfung.

Psychotherapie verfolgt nicht das Ziel,

Menschen möglichst schnell wieder leistungsfähig zu machen.

Sie möchte verstehen,

weshalb die Erschöpfung entstanden ist.

Welche Muster dazu beigetragen haben.

Welche Bedürfnisse lange keinen Platz hatten.

Und welche Veränderungen heute möglich werden können.

Denn nachhaltige Entwicklung beginnt selten damit,

noch besser zu funktionieren.

Sie beginnt häufig dort,

wo Menschen sich selbst wieder wahrnehmen.




Vielleicht erkennen Sie sich wieder.

Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn Sie ...

  • sich dauerhaft erschöpft fühlen.
  • kaum noch zur Ruhe kommen.
  • das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren.
  • sich ständig für andere verantwortlich fühlen.
  • Schwierigkeiten haben, Grenzen zu setzen.
  • Schlafprobleme oder anhaltende Anspannung erleben.
  • die Freude an vielen Dingen verloren haben.
  • sich wieder mit sich selbst verbinden möchten.




Erschöpfung ist kein persönliches Versagen.

Viele Menschen erleben Erschöpfung als Zeichen von Schwäche.

Ich sehe das anders.

Oft zeigt Erschöpfung,

dass ein Mensch über lange Zeit sehr viel getragen hat.

Sie ist kein Beweis mangelnder Belastbarkeit.

Sie kann vielmehr ein Hinweis darauf sein,

dass Körper und Psyche eine Veränderung brauchen.

Psychotherapie kann Sie dabei begleiten,

diese Veränderung zu verstehen

und Ihren eigenen Weg zu einem tragfähigeren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.


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