Psychotherapie





Meine Haltung


Menschen verstehen. Entwicklung ermöglichen.

Nicht jeder Mensch, der eine Psychotherapie beginnt, weiß bereits genau, weshalb er sich so fühlt, wie er sich fühlt.

Manche Menschen kommen mit einer klaren Fragestellung.

Andere spüren lediglich, dass etwas in ihrem Leben nicht mehr stimmig ist.

Beides hat seinen Platz.

Für mich beginnt Psychotherapie nicht mit einer Diagnose.

Sie beginnt mit einem Menschen.

Mit seiner Geschichte.

Mit seinen Erfahrungen.

Mit seinen Beziehungen.

Und mit der Bereitschaft, gemeinsam verstehen zu wollen.




Jeder Mensch ergibt Sinn.


Ich gehe davon aus, dass menschliches Erleben einen Zusammenhang hat.

Gedanken.

Gefühle.

Körperreaktionen.

Beziehungsmuster.

Sie entstehen nicht zufällig.

Sie entwickeln sich innerhalb unserer Lebensgeschichte.

Deshalb interessiert mich nicht nur,

was Sie belastet.

Mich interessiert,

wie es dazu gekommen ist.

Welche Erfahrungen Sie geprägt haben.

Welche Beziehungen bedeutsam waren.

Welche Entscheidungen notwendig wurden.

Und welche Bedeutung Ihr heutiges Erleben für Ihre persönliche Geschichte besitzt.



Symptome haben eine Geschichte.

Viele Menschen erleben ihre Symptome als Gegner.

Sie möchten sie möglichst rasch loswerden.

Dieser Wunsch ist verständlich.

Gleichzeitig zeigt die psychotherapeutische Erfahrung, dass Symptome häufig mehr sind als bloße Störungen.

Sie können Ausdruck innerer Konflikte sein.

Sie können Schutz bieten.

Sie können auf etwas aufmerksam machen, das lange keinen Platz hatte.

Oder sie waren einmal die beste Möglichkeit, mit einer schwierigen Situation umzugehen.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht nur darum, Symptome zu reduzieren.

Es geht darum, ihre Bedeutung zu verstehen.

Denn was verstanden werden kann, muss häufig nicht länger ausschließlich über ein Symptom zum Ausdruck kommen.



Verstehen eröffnet neue Möglichkeiten.

Viele Menschen beginnen eine Psychotherapie mit dem Wunsch nach Veränderung.

Das ist verständlich.

Nachhaltige Veränderung entsteht nach meiner Erfahrung jedoch selten durch Druck oder Selbstoptimierung.

Sie beginnt häufig dort, 

wo wir beginnen, 

uns selbst besser wahrzunehmen.

Zusammenhänge zu erkennen.

Und unserem eigenen Erleben mit Interesse statt mit Verurteilung zu begegnen.

Aus diesem Verstehen kann Akzeptanz entstehen.

Nicht im Sinn eines Aufgebens.

Sondern im Sinn eines Anerkennens der eigenen Geschichte.

Erst dadurch entstehen häufig neue Möglichkeiten, den eigenen Weg bewusst zu gestalten.




Körper und Psyche gehören zusammen.

Wir erleben unser Leben nicht ausschließlich über Gedanken.

Unser Körper erlebt mit.

Er reagiert.

Er schützt.

Er erinnert.

Und manchmal erzählt er etwas,

lange bevor wir passende Worte dafür finden.

Deshalb gehört für mich das Körpererleben selbstverständlich zur Psychotherapie.

Nicht als Ergänzung.

Sondern weil Körper und Psyche Ausdruck desselben Erlebens sind.

Die Konzentrative Bewegungstherapie ist für mich keine zusätzliche Methode.

Sie ist Teil meines psychotherapeutischen Verständnisses des Menschen und verbindet psychodynamisches Denken mit unmittelbarem Erleben.





Begegnung auf Augenhöhe.

Jeder Mensch ist Experte für sein eigenes Leben.

Ich sehe meine Aufgabe deshalb nicht darin, Lösungen vorzugeben.

Sondern darin,

einen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen,

in dem Menschen ihre eigenen Zusammenhänge erkennen und ihre eigenen Lösungen entwickeln können.

Psychotherapie ist für mich keine Belehrung.

Sie ist eine gemeinsame Suche.

Mit Offenheit.

Mit Respekt.

Mit Interesse.

Und mit dem Vertrauen darauf,

dass Entwicklung möglich ist.




Meine therapeutische Haltung in einem Satz.

Ich glaube, dass nachhaltige Entwicklung dort beginnt, wo Menschen ihrem eigenen Erleben mit Neugier begegnen und beginnen, sich selbst besser zu verstehen.


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