Manche Erfahrungen verändern das Leben.

Nicht alles, was vergangen ist, ist vorbei.

Es gibt Erfahrungen, die unser Leben nachhaltig prägen.

Gewalt.

Vernachlässigung.

Missbrauch.

Emotionale Verletzungen.

Schwere Verluste.

Unfälle.

Trennungen.

Oder Situationen, in denen wir uns hilflos, ausgeliefert oder allein gefühlt haben.

Manche dieser Erfahrungen liegen viele Jahre zurück.

Dennoch können sie bis heute spürbar sein.

Nicht immer in Form konkreter Erinnerungen.

Oft zeigen sie sich auf andere Weise.

In Ängsten.

In Scham.

In einem geringen Selbstwertgefühl.

In Schwierigkeiten, anderen Menschen zu vertrauen.

In ständiger Anspannung.

Oder in dem Gefühl, nie wirklich zur Ruhe zu kommen.

Viele Betroffene fragen sich:

"Warum beschäftigt mich das noch immer?"

Diese Frage verdient keine schnelle Antwort.

Sie verdient Aufmerksamkeit.




Belastende Erfahrungen hinterlassen Spuren.

Jeder Mensch verarbeitet belastende Erfahrungen auf seine eigene Weise.

Es gibt keine richtige oder falsche Reaktion.

Manche Menschen sprechen viel darüber.

Andere kaum.

Manche erinnern sich sehr genau.

Andere haben nur einzelne Bilder oder Gefühle.

Viele versuchen, das Erlebte hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen.

Das ist verständlich.

Doch manchmal zeigt sich Vergangenes nicht in Erinnerungen, sondern im Alltag.

Vielleicht erschrecken Sie leicht.

Vielleicht fühlen Sie sich ständig angespannt.

Vielleicht geraten Sie immer wieder in ähnliche Beziehungen.

Oder Sie erleben intensive Gefühle, ohne deren Ursprung zu verstehen.

Diese Reaktionen sind keine Zeichen persönlicher Schwäche.

Sie können Ausdruck dessen sein, was ein Mensch erlebt hat.




Symptome haben häufig eine Schutzfunktion.

Ein Gedanke begleitet meine therapeutische Arbeit besonders:

Symptome entstehen selten ohne Grund.

Viele Reaktionen, die heute belastend erscheinen, waren ursprünglich ein Versuch, mit einer außergewöhnlichen Situation umzugehen.

Manche Menschen lernen früh, Gefühle zurückzuhalten.

Andere werden besonders wachsam.

Manche ziehen sich zurück.

Andere versuchen, jederzeit stark zu sein.

Diese Strategien waren häufig sinnvoll.

Sie haben geholfen, schwierige Situationen zu überstehen.

Deshalb geht es in der Psychotherapie nicht darum, solche Reaktionen vorschnell zu bewerten oder zu beseitigen.

Zunächst versuchen wir zu verstehen,

welche Funktion sie einmal hatten.

Denn was lange Schutz gegeben hat, 

verdient zunächst Würdigung,

bevor Veränderung möglich wird.




Sicherheit geht vor.

Psychotherapie bedeutet für mich nicht,

belastende Erinnerungen möglichst schnell wieder hervorzuholen.

Im Gegenteil.

Zu Beginn steht etwas anderes im Mittelpunkt:

Sicherheit.

Orientierung.

Stabilität.

Erst wenn ausreichend innere Sicherheit entstanden ist,

kann es sinnvoll sein,

belastende Erfahrungen behutsam zu betrachten.

Tempo und Tiefe richten sich dabei nicht nach einem festen Therapiekonzept.

Sondern nach Ihnen.

Nach Ihrem Erleben.

Und nach dem, was in diesem Moment möglich ist.




Der Körper erinnert sich.

Nicht jede Erfahrung lässt sich sofort in Worte fassen.

Manches zeigt sich zunächst über den Körper.

Anspannung.

Schlafstörungen.

Schreckhaftigkeit.

Innere Unruhe.

Das Gefühl, ständig wachsam sein zu müssen.

Oder das Erleben, innerlich wie abgeschnitten zu sein.

Der Körper ist dabei kein Gegner.

Er erzählt häufig etwas,

das bisher noch keine Sprache gefunden hat.

Deshalb gehört das bewusste Wahrnehmen des Körpererlebens selbstverständlich zu meiner psychotherapeutischen Arbeit.

Nicht, um belastende Erfahrungen erneut zu erleben.

Sondern um sie besser verstehen zu können.




Neue Erfahrungen werden möglich.

Belastende Erfahrungen lassen sich nicht ungeschehen machen.

Sie müssen jedoch nicht das ganze weitere Leben bestimmen.

Psychotherapie kann dazu beitragen,

die eigene Geschichte besser zu verstehen,

Zusammenhänge zu erkennen,

wieder Vertrauen zu entwickeln

und Schritt für Schritt neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Nicht indem Vergangenes vergessen wird.

Sondern indem es seinen Platz in der eigenen Lebensgeschichte finden darf.




Vielleicht erkennen Sie sich wieder.

Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn Sie ...

  • sich dauerhaft angespannt oder unsicher fühlen.
  • Schwierigkeiten haben, anderen Menschen zu vertrauen.
  • immer wieder intensive Scham oder Schuld erleben.
  • belastende Erinnerungen nicht loslassen.
  • unter Albträumen oder Schlafstörungen leiden.
  • sich häufig innerlich leer oder abgeschnitten fühlen.
  • starke Wut oder intensive Gefühlsreaktionen erleben.
  • das Gefühl haben, dass Vergangenes Ihr heutiges Leben noch beeinflusst.



Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.

Belastende Erfahrungen können das Vertrauen in andere Menschen erschüttern.

Deshalb braucht Psychotherapie Zeit.

Zeit, Vertrauen entstehen zu lassen.

Zeit, Zusammenhänge zu verstehen.

Zeit, neue Erfahrungen zu ermöglichen.

Ich begleite Sie dabei mit Respekt für Ihren persönlichen Weg und in dem Tempo, das für Sie stimmig ist.


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