Manchmal bedeutet Stärke, sich Unterstützung zu holen.


Warum sich viele Männer erst spät Hilfe suchen.

Viele Männer tragen Belastungen lange allein.

Sie übernehmen Verantwortung.

Im Beruf.

In der Familie.

Für andere Menschen.

Sie funktionieren.

Lösen Probleme.

Treffen Entscheidungen.

Und machen weiter.

Auch dann,

wenn die eigenen Kräfte längst nachlassen.

Nicht selten entsteht der Eindruck,

dass Schwäche keinen Platz haben darf.

Dass man Probleme selbst lösen muss.

Oder dass es anderen schließlich noch schlechter geht.

Deshalb suchen viele Männer erst dann psychotherapeutische Unterstützung,

wenn der Leidensdruck bereits sehr groß geworden ist.




Funktionieren hat seinen Preis.

Nach außen wirkt häufig vieles stabil.

Innerlich sieht es manchmal ganz anders aus.

Anhaltende Erschöpfung.

Innere Unruhe.

Reizbarkeit.

Rückzug.

Schlafprobleme.

Konzentrationsschwierigkeiten.

Das Gefühl,

ständig unter Druck zu stehen.

Oder der Eindruck,

nur noch zu funktionieren.

Manche Männer sprechen kaum darüber.

Nicht,

weil sie nichts fühlen.

Sondern weil sie früh gelernt haben,

Gefühle eher mit sich selbst auszumachen.

Psychotherapie bietet einen Ort,

an dem all das Platz haben darf.

Ohne bewertet zu werden.




Hinter Belastungen stehen häufig persönliche Geschichten.

Die Schwierigkeiten,

mit denen Männer heute kämpfen,

entstehen selten erst im Erwachsenenalter.

Viele haben früh gelernt,

stark zu sein.

Verantwortung zu übernehmen.

Sich zusammenzureißen.

Eigene Bedürfnisse zurückzustellen.

Oder Gefühle nicht zu zeigen.

Diese Strategien waren oft sinnvoll.

Sie halfen,

mit bestimmten Situationen umzugehen.

Später können dieselben Strategien jedoch dazu führen,

dass Belastungen lange unbemerkt wachsen.

Deshalb interessiert mich nicht nur,

was heute belastet.

Mich interessiert,

wie dieser Weg entstanden ist.




Psychotherapie bedeutet nicht, die Kontrolle abzugeben.

Manche Männer befürchten,

Psychotherapie bedeute,

über Gefühle sprechen zu müssen,

ohne zu wissen,

wohin das führt.

Meine Erfahrung ist eine andere.

Psychotherapie bedeutet zunächst,

das eigene Erleben besser kennenzulernen.

Zusammenhänge zu verstehen.

Eigene Reaktionen nachvollziehen zu können.

Und Schritt für Schritt neue Möglichkeiten im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.

Sie entscheiden dabei jederzeit,

was Sie erzählen möchten.

Und in welchem Tempo Sie arbeiten möchten.




Verantwortung endet nicht bei den anderen.

Viele Männer übernehmen Verantwortung für Familie,

Partnerschaft,

Kinder,

Mitarbeitende

oder Angehörige.

Das ist wichtig.

Gleichzeitig gerät die Verantwortung für das eigene Wohlbefinden dabei häufig in den Hintergrund.

Psychotherapie kann helfen,

den Blick wieder auf sich selbst zu richten.

Nicht aus Egoismus.

Sondern weil nur derjenige langfristig für andere da sein kann,
der auch gut für sich selbst sorgt.




Was Männer häufig beschäftigt.

Psychotherapie kann hilfreich sein, wenn Sie ...

  • dauerhaft unter Stress stehen.
  • sich erschöpft oder ausgebrannt fühlen.
  • Schwierigkeiten haben, Gefühle zuzulassen.
  • unter Ängsten oder innerer Unruhe leiden.
  • immer wieder dieselben Beziehungskonflikte erleben.
  • hohe Ansprüche an sich selbst stellen.
  • beruflich stark belastet sind.
  • das Gefühl haben, nur noch zu funktionieren.
  • sich selbst besser verstehen möchten.




Der erste Schritt braucht Mut.

Viele Männer berichten mir später,

dass der schwierigste Teil nicht die Therapie war.

Sondern die Entscheidung,

Kontakt aufzunehmen.

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich.

Dann möchte ich Ihnen eines mitgeben:

Psychotherapie ist kein Zeichen von Schwäche.

Sie ist Ausdruck der Bereitschaft,

sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Und genau darin liegt oft eine besondere Form von Stärke.


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